Schloss Birseck,
Künstler unbekannt

Geschichte

> Geschichtlicher Abriss zur Ermitage,

> Literaturhinweise

> Literaturhinweise und Links

> Weiterführende Links

> Geschichte
Die Ermitage ist als Spazier- und Gedankengang ein eindrücklicher Landschaftsgarten, ein Naturschutzgebiet, für einige ein spirituelles Erlebnis und für alle ein mythischer Ort, der seine eigene Geschichte hat.

1785: Eröffnung des Landschaftsgartens
Die natürliche Schönheit war der Landschaft schon immer gegeben. Nicht allen Menschen ist es aber gegeben, Schönheit zu erkennen und sich von ihr verführen zu lassen. Balbina von Andlau-von Staal, Gattin des bischöflichen Landvogts von Birseck, und ihr Vetter, Domherr Heinrich von Ligertz, hatten aber diese Gabe. Sie schufen den Landschaftsgarten, auf dessen Hügelspitze das Schloss Birseck stand. 1785 eröffneten sie die Anlage als „Solitude romantique près d’Arlesheim“. Arlesheim gehörte damals zum Deutschen Reich und war Residenz des Domkapitels im Fürstbistum Basel. Der 1678 erbaute Dom und die Domherrenhäuser belegen dies auch heute eindrücklich.

1793: Verheerungen durch die französischen Truppen
Die Gästebücher zeigen, dass die Ermitage schon kurz nach ihrer Eröffnung zahlreiche vornehme Reisende aus ganz Europa anzog. Dieser Erfolg war Anlass, den Garten laufend weiter zu verschönern, bis 1792 französische Truppen einmarschierten. Sie zerstörten die Anlage 1793. Seither ist das stolze Schloss Birseck nur noch Ruine.

Wiederaufbau und Weiterentwicklung im 19. Jahrhundert
Ab 1808 haben mit dem Niedergang des französischen Reiches die bewahrenden Kräfte in der Ermitage dominiert: Conrad von Andlau, Sohn von Franz und Balbina von Andlau-von Staal, kauft Schloss Birseck und den Schlosshügel zurück und stellt den Garten im Stile der Romantik nach und nach zusammen mit Ligertz wieder her. Es entstehen neue Bauten und Einrichtungen wie die Ausmalung der Kapelle und der Rittersaal. Aus jener Zeit stammt aber auch die typisch romantische Konzeption, das Schloss als Ruine zu erhalten und bewusst nicht umfassend zu renovieren. Mit Achilles Alioth und seinen Nachfahren entwickelt sich die ganze Anlage weiter. Im Garten trägt auch die Natur das ihre zum Gesamteindruck bei.

Trotz Hochkonjunktur bleibt die Ermitage
Auch nach dem zweiten Weltkrieg liessen sich die Eigentümer vom Gedanken des Bewahrens leiten. Projekte zur besseren ökonomischen Nutzung des Landes wurden verworfen. Aus dem Nachlass des 1980 verstorbenen Isaac Iselin-Gerum brachten seine Frau und seine beiden Töchter die Anlage 1997 in die Stiftung Ermitage Arlesheim und Schloss Birseck ein. Dank ihrer Grosszügigkeit bleibt uns die Ermitage dauerhaft erhalten.

> Literaturhinweise und Links
Über den Online-Schalter der Gemeinde können Interessierte die folgenden Publikationen direkt bestellen:

  • "Die Ermitage in Arlesheim - Ein Spazier- und Gedankengang", Arlesheim, 2003, Preis 5 Franken zuzüglich Versandkosten

  • "Die Ermitage in Arlesheim", Heyer, Hans-Rudolf, Bern, GSG, 2000 Preis 9 Franken zuzüglich Versandkosten

  • Postkarten-Serien, erhältlich in der Schlossruine Birseck zu den Besuchszeiten (siehe unter „Führungen“)

Ferner weisen wir auf folgende Werke hin:

  • Ermitage und Umgebung, Arlesheim". Exkursionsführer durch Naturschutzgebiete des Kantons Basellandschaft, Heft 8, Lüthi Roland, Liestal (im Buchhandel erhältlich)
  • Nutzungskonzept Ermitage Arlesheim", Hager, Guido, 2003 (kann auf dem kant. Amt für Denkmalpflege eingesehen werden)
  • Notizen zum Schloss und Hofgut Birseck", Iselin, Isaak A., Basel, 1955
  • Von der Kunst, spazieren zu gehen“, herausgegeben vom Schweizer Heimatschutz 2006 anlässlich der Verleihung des Schulthess-Gartenpreises Notizen zum Schloss und Hofgut Birseck", Iselin, Isaak A., Basel, 1955